Nachkriegsdeutschland: viele Kinder waren in diesen Notjahren in Ihrer Entwicklung gestört
und seelisch zerrüttet. Manche streunten durch die Städte.
Frau Gerda Riek nahm sich solcher Kinder an. Sie gründete 1949 einen Privatschulzirkel und
unterrichtete bis zu 12 Kinder im Wohnzimmer ihres Reihenhauses im Eichhörnchenpfad in
Frankfurt/Main, Stadtteil Griesheim.
Gemeinsam mit ihrer Freundin Margarete Giesbrecht begann die Pädagogin mit der Arbeit.
Wie sollte ihre Arbeit in das Frankfurter Fürsorgeprogramm eingegliedert werden?
-"Wir können doch ihretwegen keinen neuen Sektor schaffen." lautete die Antwort auf Frau Rieks
Anfrage. "Mit Verlaub, warum nicht?" Dies war ihre Entgegnung, die dazu führte, dass bald darauf
die entsprechende Abteilung des Schulamtes geschaffen wurde.