Schulkonzept
Michael-Schule, Frankfurt am MainAllgemeine Informationen und Unterrichtszeiten
Die Michael Schule nimmt SchülerInnen mit unterschiedlichen Entwicklungsstörungen auf (PB, LH, EH) und unterrichtet sie gemeinsam im Klassenverband. Nationalität und Religionszugehörigkeit spielen keine Rolle, sofern die Erziehungsberechtigten mit einem an christlichen Inhalten orientierten Unterricht einverstanden sind.
Die jüngsten Kinder (4 bis 7 Jahre) besuchen für ein bis drei Jahre die Eingangs- und Beobachtungsstufe. Die Gruppe wird von einer Heilpädagogin und einer Praktikantin betreut. Hier gibt es Plätze für acht Kinder. Die ErzieherInnen bemühen sich, jedem Kind in seiner individuellen Schwierigkeit zu helfen und ihm altersgemäße Erlebnisse nahe zu bringen. Im letzten Vorschuljahr wird der Übergang zum schulischen Lernen vorbereitet. Die Eingangs- und Beobachtungsstufe wird täglich von 8.30 bis 12.15 Uhr betreut.
Alle zwei Jahre wird eine 1. Klasse aufgenommen. Das Einschulungsalter liegt um das 7. Lebensjahr. In einer gemeinsamen Klasse werden also zwei Jahrgänge zusammen unterrichtet. Acht bis zwölf SchülerInnen bilden eine Klassengemeinschaft, in Ausnahmefällen auch bis zu 14. Dabei ergibt sich die Klassengröße durch das Zusammenspiel von Kindern und LehrerInnen.
Jede Klasse wird möglichst vom 1. bis 10. Schuljahr von der selben KlassenlehrerIn geführt. Feste KlassenhelferInnen gibt es in der Regel nicht. In den zwei Werkstufenjahren (11. und 12. Klasse) arbeiten Klassenlehrer, Werklehrer, und Küchenleiterin eng zusammen.
Der Schulunterricht erfolgt auf der Grundlage des Lehrplans für Waldorfschulen. Diese wird für unsere seelenbedürftigen Kinder modifiziert. Es hat sich als heilsam für alle Klassengemeinschaften erwiesen, Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen in einer Klasse zu vereinen. Die PädagogInnen bemühen sich, den Unterricht so flexibel zu gestalten, dass jedes Kind individuell erreicht und gefördert werden kann. Ziel ist die Erziehung zu möglichst selbständigem Handeln. Deshalb ist der Unterricht so angelegt, dass Denken, Fühlen und Wollen gleichermaßen angesprochen werden. Dies geschieht durch eine ausgewogene Kombination von intellektuellen, künstlerisch-musikalischen und handwerklichen Tätigkeiten.
Die Unterrichtszeiten
Schulbeginn ist für alle um 8.30 Uhr. Schulschluss ist für die 1. Klasse um 11.20 Uhr. Die Schulzeit verlängert sich von Jahr zu Jahr, bis schließlich alle Kinder cirka in der 5. Klasse täglich bis 13 Uhr Unterricht haben. Jede Schulwoche wird mit einer gemeinsamen Morgenfeier begonnen.
Etwa von der 5. bis zur 10. Klasse gibt es klassenübergreifende, themengebundene Angebote an zwei Nachmittagen bis 15.30 Uhr. Die Teilnahme geschieht freiwillig, sollte dann aber mindestens für ein halbes Jahr verbindlich sein, um eine kontinuierliche Arbeit zu ermöglichen.
Ab der 6. oder 7. Klasse haben alle SchülerInnen einmal wöchentlich Nachmittagsunterrricht und ab der 8. Klasse zweimal, jeweils bis 15.30 Uhr.
Das 11. und 12. Schuljahr bilden die Werkstufe. Nach dem Hauptunterricht werden hier praktische Fertigkeiten vermittelt: hauswirtschaftlicher Unterricht, Gartenbau und Werken (siehe Konzept für die Werkstufe). Montags und Donnerstags wird jeweils bis 15.30 Uhr unterrichtet. Freitags endet für die Klassen 4 bis 12 um 13.00 Uhr die Schulwoche mit einem gemeinsamen Wochenabschluss in der letzten Unterrichtsstunde. Alle SchülerInnen, die nachmittags unterrichtet werden, erhalten ein warmes, vollwertiges Mittagessen aus der Schulküche (pro Essen z.Zt. 2 ¤).
Ab dem 5. Schuljahr kann klassenüber-greifender Unterricht in Übungs- und Fachstunden erteilt werden, etwa in den Fächern, Rechnen, Deutsch oder Leierspiel. Hier werden die SchülerInnen je nach Fähigkeiten auf drei oder vier Gruppen verteilt.
Die Kinder erhalten während der Schulzeit verschiedene Therapien von speziell ausgebildeten Therapeutinnen: