Schulkonzept
Michael-Schule, Frankfurt am Main

Klassen 11 und 12 (Werkstufe)

Die Werkstufe hat folgende Aufgaben und Ziele:


Hauptunterricht und Fachstunden
Im Hauptunterricht werden die intellektuellen Fähigkeiten und die Kulturtechniken weiter gefördert und geübt. Ziel ist es auch, lebenspraktische Inhalte zu vermitteln (z.B. Umgang mit Geld, Sicherheit im Alltag). Gastepochen anderer Lehrer sind wünschenswert.
Begleitend zum Hauptunterricht sind Eurythmie, Sport und Malen feste Bestandteile des Unterrichts ebenso wie die Arbeit in Landwirtschaft und Garten. Unabhängig davon werden 2- bis 3-wöchige Berufspraktika durchgeführt.
Therapieangebote unterstützen weiterhin die individuelle Förderung einzelner Schüler. Am Ende der 12. Klasse steht eine Theateraufführung.

Werkstatt
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt hierbei auf der Arbeit der SchülerInnen in der Werkstatt. Handwerkliche Fähigkeiten, Arbeitsteilung als Gruppenprozess und künstlerische Fähigkeiten werden hier erübt und ausgebaut. Marktfähige, schöne Produkte werden angestrebt, aber der Leistungsfähigkeit und den Bedürfnissen der SchülerInnen angepasst. Durch das Arbeiten mit verschiedenen Materialien (z.B. Holz, Papier, Ton, Weide) und den Verzicht auf den Einsatz komplexer Maschinen werden den Schülern vielfältige Eindrücke vermittelt.

Hauswirtschaft
Eine kleine Gruppe der Schüler ist epochenweise in der Hauswirtschaft und der Küche tätig. Sie bereitet für die Schulgemeinschaft das Essen zu und deckt die Tische. Sie lernt die Verwendung und Zubereitung von Lebensmitteln und erübt die vielfältigen Arbeitsabläufe in der Küche.

Was kommt nach der Schule?
Mit zumehmendem Alter der Kinder stellt sich diese Frage immer dringlicher. Hier gilt es für jeden, die angemessene, individuelle Lösung zu finden. Hierzu werden im 11. Schuljahr zum einen Berater des Arbeitsamtes an die Schule eingeladen. Dies ist vor allem für diejenigen von Belang, die einen externen Hauptschul- oder Sonderschuabschluss anstreben, oder in ein Berufsbildungsjahr gehen. Da der bestehende Arbeitsmarkt aber in den Augen der meisten Eltern unserer Schule keine angemessenen Möglichkeiten bietet, wurde vor vielen Jahren die Einrichtung Altenschlirf und von von Schuleltern ein Förderverein gegründet. Dieser Förderverein soll Nachfolgeeinrichtungen fördern oder neu gründen, in denen auf anthroposophischer Grundlage Arbeits- und Wohnplätze für Seelenpflegebedürftige Erwachsene geschaffen werden. Ein neues Projekt ensteht unter dem Namen „Lebensbrücke“ und strebt das stadtnahe betreute Wohnen an.